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Paarberatung

Praxis Iris Wieg, Tel. 0151 4164 1208; e-mail: info(a)psychologische-praxis-wieg.de

Wie kann es sein, dass zwei Leute, die sich doch - zumindest ist das in unseren Breiten die allgemeine Vorstellung - aus Liebe füreinander entschieden haben, plötzlich (oder manchmal auch schleichend) feststellen, dass sie drauf und dran sind, sich zu ent-lieben, dass ihnen der Sinn der Beziehung abhanden zu kommen droht?

Diese spannende Frage wird von verschiedenen paartherapeutischen Schulen ganz unterschiedlich beantwortet. Oft wird dabei nach Gründen in der Psyche der einzelnen Partnern gesucht, was durchaus interessante Erklärungsansätze liefert, aber selten eine echte Verbesserung der Situation.

Systemische Paarberatung oder -therapie setzt bei der Beziehung selbst an, also dem, was grundsätzlich von jedem der beiden Partner definiert wird, und bei Spannungen u. U. plötzlich sehr voneinander abweicht. Aus dieser Sicht sind Paarprobleme nie ursächlich in der einen oder anderen Person zu sehen, sondern im wechselseitigen Verhalten der Partner. Oder noch grundlegender: In ihren jeweiligen Vorstellungen davon, wie das Verhalten (ihr eigenes wie das des Partners) in Beziehungen auszusehen habe.

Da es sich hierbei meist um mehr oder weniger unreflektierte Vorstellungen handelt (wer will schon ständig über die Beziehung reden), werden sie erst bedeutsam, wenn es Probleme gibt. Probleme entstehen eben dann, wenn bestimmte Vorstellungen, ungeschriebene Regeln, Erwartungen etc. von einem der Partner nicht (mehr) eingehalten und damit zum Thema werden.

Die systemische Sichtweise erlaubt eine Beratung jenseits aller Schuldfragen, sie lädt ein zu einer distanzierteren Haltung - und eröffnet dadurch die Möglichkeit einer erneuten Annäherung. Sie ermöglicht neue Sichtweisen, die dann von beiden Partnern erneut - oder vielleicht auch erstmals - geteilt werden können.